Mittwoch, 29. Januar 2014

Therapie

Allgemein:
  • in der Regel: Durchführung einer Chemotherapie
  • Einsetzen von Zytostatika
  • Präparate, die möglichst alle entarteten Zellen zerstören
Chemotherapie:
  • Ziel: Leukämiezellen, die im kranken Knochenmark produziert werden, zu vernichten bzw. sie mindestens zurückzudrängen mithilfe von Zytostatika
  • wirkt sich gut auf schnell teilende Zellen aus (Krebszellen: Teilung erfolgt schneller/häufiger als andere Körperzellen)
  • Ergänzung dieser Therapie erfolgt durch eine Bestrahlung oder eine Transplantation des Knochenmarks oder einer speziellen Antikörpertherapie
Transplantation:
  • = Ersatz des kranken Knochenmarks durch gesundes
  • Stammzellen für Transplantation von geeignetem Spender oder sich selbst
  • vorbereitende Chemo, ggf. Bestrahlung und anschließende Übertragung von gesundem Knochenmark
  • Stammzellen wandern in Markhöhlen der Knochen, siedeln sich an, es erfolgt der Beginn der Bildung funktionstüchtiger Blutzelle
allogene Transplantation


autologe Transplantation




Die Transplantation war erfolgreich, wenn keine Leukämiezellen die Konditionierung überlebt haben und die Blutbildung wieder anläuft.

Therapie akuter Leukämie:
  • sofortiger Beginn nach Diagnose
  • Wichtig: schnelle, wirkungsvolle Methode zur Behandlung durch Aggressivität der Erkrankung
  • Chemo sofort und intensiv
  • in der Regel: Kombination verschiedener Zytostatika, da Chemo aus mehreren Therapiezyklen besteht: Erstreckung über mehrere Wochen
  • Behandlung sehr belastend und risikoreich, so dass die Durchführbarkeit abhängig von Alter und Gesundheitszustand
  • Heilung gilt nach 5 Jahren ohne Rückfall
Therapie chronischer Leukämie:
  • unterscheidet sich von Behandlung der akuten Formen in der Intensität der Chemo
  • Verlauf chronischer Formen erfolgt langsamer, weniger aggressiv: Wahl einer leichteren Form der Chemo
  • Therapie in Tablettenform: längerer Zeitraum als bei akuter Form
  • bis jetzigen Zeitpunkt: keine vollständige Heilung ohne Stammzelltransplantation möglich

Ablauf

abh. von versch. Faktoren: Alter, Gesundheitszustand, inwieweit Körper auf Therapie anspringt



myeloische Leukämien (AML,CML):
  • Ausgang: Vorläuferzellen der Granulozyten
  • unkontrollierte Teilung und Verdrängung
  • Ansiedeln der Leukämiezellen
lympathische Leukämien (ALL,CLL):
  • Ausgang: Vorläuferzellen der Lymphozyten
  • Bildung der Lymphozyten im Knochenmark
  • Reifung teilweise im lymphatischen Gewebe
  • Erkrankung betrifft Knochenmark/Lymphsystem
akute Leukämien:
  • explosionsartige Zunahme unreifer Blasten
  • keine Behandlung: führt zum Tod
chronische Leukämien:
  • Vermehrung weniger rasch
  • viele Patienten sterben nicht an, sondern mit Erkrankung

Samstag, 25. Januar 2014

Definition und Ursachen

Eine Leukämie entsteht, wenn der normale Reifeprozess der weißen Blutkörperchen im Knochenmark gestört ist und sich unkontrolliert und krebsartig unreife weiße Zellen explosionsartig vermehren und in das Blut abgegeben werden.   


Arten 
  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • chronische myeloische Leukämie (CML)
  • chronische lymphatische Leukämie (CLL)
  • Haarzell-Leukämie (HCL)
  • Prolymphozyten-Leukämie (PLL)
  • Hybride Leukämie

Unterschied akute und chronische Leukämie
akute Leukämie
chronische Leukämie
schnelle und heftige Symptome
langsam und schleichende Symptome
undifferenzierte (junge) Blutzellen
ausdifferenzierte („erwachsene“) Blutzellen
Kinder
Erwachsene
Feststellung durch Symptome
Zufällige Feststellung bei Untersuchung


Ursachen: -nicht bekannt
         Risikofaktoren: - chemische Substanzen (Benzol)
                                   - radioaktive Strahlung
                                   - genetische Veranlagung (z.B. Trisomie 21)
                                   - Arzneimittel



Quellen:
http://www.navigator-medizin.de/leukaemie/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-leukaemie/grundlagen-leukaemie/415-was-ist-der-unterschied-zwischen-einer-akuten-und-chronischen-leukaemie.html
http://www.leukaemie-kmt.de/Leukaemie/Arten/index.html
http://www.krebsgesellschaft.de/leukaemie_ursachen_risikofaktoren,4223.html


Donnerstag, 16. Januar 2014

Diagnose

wichtige Untersuchungsschritte zum Nachweis von Leukämie
  • körperliche Untersuchung
  • Blutuntersuchung:
-feststellen, ob weiße Blutkörperchen verändert und welche Untergruppe betroffen
-anfertigen Blutbild
-Erkrankung: Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht und der roten Blutkörperchen und Blutplättchen vermindert
-für sichere Diagnose allein nicht ausreichend



Knochenmarksbiopsie:
-Entnahme Knochenmark (wenige ml) aus Beckenknochen
-überprüfen auf zelluläre und feingewebliche Eigenschaften
-verschiedene Färbemethoden und Bestimmung zellulärer Oberflächenmerkmale
-mikroskopische Untersuchung Zellkern (Zytogenetik)
-verschieden typische Chromosomenveränderung (Hinweise auf Bösartigkeit der Erkrankung)

zusätliche Untersuchungen:
  • Lumbalpunktion (Verdacht auf ALL oder Untergruppen von AML)
  • histologische Untersuchung eines zuvor entfernten Lymphknotens (Verdacht auf CLL)
Weitere Untersuchungen nach dem Feststellen einer Erkrankung in Hinblick auf bevorstehende Behandlungen schließen sich an (Ausbreitung der Krankheit auf Lymphknoten und andere Organe):
  • Sonographoe
  • CT
  • MRT


Quellen:
http://www.krebsgesellschaft.de/db_leukaemie_diagnose,4226.html
http://www.netdoktor.de/krankheiten/leukaemie/

Folgen und Symptome

Es gibt keine typischen Symptome für Leukämie. Allerdings können Beschwerden auftreten, welche auf eine Leukämieerkrankung hinweisen könnten.
Die unten aufgelisteten Beschwerden werden teilweise in der oberen Grafik dargestellt.

Blutarmut: -Leukämiezellen beeinträchtigen Reifung von roten Blutkörperchen
                     --> Müdigkeit, Energieverlust, Leistungsschwäche,                                                                                           Atemnot bei geringer körperl. Belastung

Infektanfälligkeit: - weniger funktionierende Antikörper
                              --> Häufige Infektionen z.B. Mandelentzündung(Angina)
                                                                     Entzündungen der Wangen- oder Mundschleimhaut
                                                                     Rückgang des Zahnfleisches


Blutungsneigung:  -Störung der Blutplättchenbildung im Knochenmark
                                 z.B. Zahnfleischbluten
                                         verlängerte Regelblutung
                                         Nasenbluten
                                         blaue Flecken schon nach kleinen Verletzungen


weiter Folgen: Kopfschmerzen
                        Schlaflosigkeit und Nachtschweiß
                        Fieber
                        Lymphknotenschwellung
                       
http://www.lymphome.de/InfoLymphome/HodgkinLymphome/Grafiken/hals-lymphknoten.jpg
                        auffällige Hautblässe
                        Schwindel
                        Knochenschmerzen
                        Appetitlosigkeit/ Gewichtsverlust
                        Hautveränderungen (Ausschläge)
                        vergrößerte Milz/ Leber



( Quelle: http://www.krebsgesellschaft.de/db_leukaemie_symptome%2C4224.html 
               http://www.nhl-info.de/exec/start?site=/chronisch_lymphatische_leukaemie/135.htm&check=0  )